Was gerade in Asien passiert

In Asien rockt das Haus. Wer in den letzten Jahren mal in China war, der wird erstaunt sein wieviele Porsche und Ferraris dort durch die Gegend fahren, wieviele Flagstores Louis Vuitton eröffnet und was für eine gigantische Anzahl an Schönheitskliniken aus dem Boden schießen. Dabei ist der Wohlstand noch gar nicht ausgebrochen, sondern wird vielmehr nur angedeutet. Kritiker sagen dann immer: Was passiert wenn jeder Chinese ein Handy hat, ein Auto fährt und sich die Augen lasern lässt? Wo soll die Energie dafür herkommen und was wird die Umwelt davon halten? Abgesehen davon, dass sich in solchen Meinungen noch einmal die hässliche Fratze geglaubter westlicher Überlegenheit erhebt, sind das rhetorische Fragen: Der Mensch wird auch dafür Lösungen finden. Es gibt ja die interessante Theorie, dass eine Kultur wie die unsrige auf diesem Planeten nur eine begrenzte Lebensdauer haben kann. Dahinter steckt die Überlegung, dass irgendwann die Rohstoffe alle sind und es weder technisch machbar noch moralisch umsetzbar erscheint, sich Metalle von anderen Planeten und dergleichen zu haben. Fressen wir uns also selbst und sind die Asiaten die hungrigsten? Schließlich leben dort die meisten Menschen überhaupt und sie alle wollen gern so leben wie wir. Ich halte es gar nicht für so abwegig ihnen das eben nicht zu verweigern, alles andere wäre doch blanker Zynismus: Die Erde soll erhalten werden für kommende Generationen – was bitte ist das denn für ein Argument? Nachdem der Westen Jahrhunderte in Saus und Braus gelebt hat, kaum noch Kinder nachkommen und die Natur immer wieder aufs Neue vergewaltigte, sollen das nun die Völker der Welt ausbaden? Wir schaffen uns wunderbare Errungenschaften auf dem Gebiet des Umweltschutzes, erlassen Vorschriften und Ökosiegel – aber wir sind doch entwickelte Gesellschaften! Für uns ist das kein Problem – aber für Entwicklungsländer?

Ich habe volles Verständnis für die Bedürfnisse der armen Völker und halte es für viel sinnvoller, ihnen beim Aufbu ihrer Gesellschaften zu helfen anstatt sie nach Kolonialherrenart zu verhöhnen und ihnen Vorschriften zu machen. Wenn ich ein Schaumbad nehmen kann, sollen das auch andere tun dürfen!Also kommt es vielmehr drauf an, an technischen Mitteln zu arbeiten, um Luxus und Wohlstand für jeden zu erreichen und nicht den einseitigen Verzicht für einige zu fordern. Das ist dann mal wirklich die Einhaltung der Menschenrechte und nicht nur hohles Geschwätz. Wenn man zum Beispiel Amerika mal zum Energiesparen zwingen würde, dann könnten gut und gern auch mehr Chinesen Autos fahren und sich vielleicht in ihrer Individualität besser entwickeln, als wie das heute noch der Fall ist! Wir sollten verzichten, gerade im Alltag und wir sollten stattdessen die Neuerungen und Innovationen auf das Schärfste unterstützen. Gesundheit zum Beispiel ist ein so hohes Gut und ich kann es einfach nicht verstehen, wenn von neuen Verfahren nur einige profitieren sollen. Man muss gar nicht soweit schauen: Wer sich heute eine Zahnspange machen lässt, der wird von der Kasse nur mit dem Gröbsten vom Groben unterstützt, egal, ob das nun gut aussieht oder nicht! Das ist doch ungerecht und man sollte jeden Menschen in seiner Entwicklung fördern und freien Raum lassen – indem man auf Technik und Innovation setzt. In Asien erwacht der Drache und es ist unsere Aufgabe, mit ihm in Frieden und Wohlstand zusammenzuleben. Sonst droht eines Tages ein schlimmes Erwachen.